Nachdem der Biss vermessen und gescannt wird, werden unter Berücksichtigung der Zentrik die Langzeitprovisorien angefertigt. Die Rekonstruktion des korrekten Bisses findet mit sogenannten Tabletops statt. Jeder zu behandelnde Zahn erhält zunächst solche Aufsätze aus Kunststoff. Zug um Zug gibt die Muskulatur nach, die Balance stellt sich langsam wieder ein. In dieser Zeit muss der Zahnarzt die Provisorien öfter nachjustieren, bis der Biss ausgeglichen ist und die Muskulatur zu einer normalen Funktion zurückkehrt. In dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie mit den Tabletops entspannt essen, trinken, sprechen und leben können und die wieder hergestellte oder neue Bisshöhe auch ausgiebig beim Kauen testen können. Mit einer Bisshebungs-Schiene wäre dies schwer möglich. Innerhalb von ca. 3-6 Monaten ist der Biss stabil und ausbalanciert- dann erfolgt die Überführung in die definitive Lösung aus Keramik. Ja nach individueller Situation muss entschieden werden, ob nach der Umstellung eine neue Schiene für die Nacht angefertigt werden muss, z.B. bei Patienten die auf Grund von hoher Belastung und Stress nachts knirschen.