Bei der Bisshebung arbeitet das Expertenteam unter Anleitung von Christian Bärenklau nach den Prinzipien von Dr. Peter Dawson. Er gilt in den USA als Koryphäe in der Funktionsdiagnostik. Seine Philosophie ist kurz und knapp beschrieben: „When teeth and muscle war, muscle always wins“ („Wenn Zähne und [Kau-]Muskeln gegeneinander antreten, gewinnen immer die Muskeln“). Deshalb muss bei allen Zahnbehandlungen immer die Funktion und der bei jedem Patienten individuelle zentrische Biss berücksichtigt werden, egal ob es sich um eine einzelne Krone oder eine komplette Zahnsanierung handelt.

Seitdem Zahnarzt Christian Bärenklau den großen amerikanischen Lehrmeister Dr. Peter Dawson vor vielen Jahren und noch zu Lebzeiten persönlich auf einer Konferenz in USA kennengelernt hat, hat sich seine Sichtweise der zahnmedizinischen Behandlung und der Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und Funktion der Kiefergelenke grundlegend geändert. Seither und über viele Jahre hat er sich sehr intensiv mit der Lehre von Dr. Dawson auseinandergesetzt, zahlreiche Fortbildungen und das Curriculum in diversen Stufen absolviert, unter anderem in England sowie auf der Akademie in Polen. Als einer von wenigen Zahnärzten in Deutschland kann er sich auf die Kenntnisse und den Fortbildungsstand nach „Dawson“ berufen.

Nicht jeder ist Experte

Für Patienten die unter CMD leiden ist der Gang zum Experten deshalb wichtig, da nicht jeder Zahnmediziner sich mit dem Krankheitsbild der CMD auskennt und sich auf deren Behandlung spezialisiert hat. Ein Zahnarzt, der keine Aus- oder Fortbildungen im Bereich CMD hat, kann mangels fehlenden Wissens und somit fehlender Kenntnis und  Erfahrung bei der Behandlung dieser Fehlfunktion oftmals nicht weiterhelfen. Zahnärztliche Funktionsanalyse und -therapie ist ein klassisches Weiterbildungsfach der Zahnmedizin, das im Studium nur grundlegend behandelt wird. Im Studium der Zahnmedizin wird die CMD Therapie also nur gestreift, sie ist als Weiter- oder Fortbildung selbst zu erlernen und zu vertiefen. Das erklärt wohl auch, warum wir so häufig von Patienten die teilweise einen jahrelangen Leidensweg hinter sich haben hören: „Das hat mir noch nie ein Zahnarzt gesagt…

Planung ist das A und O

Eine strukturierter Behandlungsablauf und vor allem eine akribische Vorplanung sind von Anfang an maßgeblich für den Erfolg, denn 90 Prozent der Misserfolge entstehen, bevor man überhaupt angefangen hat zu behandeln. So lehrte es schon Dr. Peter Dawson: „Failing to plan is planning to fail.“ Wenn Zähne behandelt werden, ist der richtige Biss, also die Zentrik ausschlaggebend. Denn wenn die Druckbelastung nicht ebenmäßig auf die Zähne verteilt ist und sogenannte Vorkontakte bestehen, kann das das gesamte Gleichgewicht beeinflussen und außer Balance bringen. Manchmal sind es nur einzelne Zähne, die betroffen sind und behandelt werden müssen. In schweren Fällen kann jedoch das gesamte Gebiss betroffen sein. In vielen CMD-Fällen besteht das Risiko, dass zur Bisshebung die Zähne vorschnell in herkömmlicher Weise einfach überkront werden. Dadurch werden bis zu 70 Prozent der Zahnhartsubstanz überflüssigerweise geopfert und somit unnötig invasiv therapiert. Weit weniger invasiv und zum Großteil zahnschmelzerhaltend ist hingegen ein Konzept mit Okklusions-Onlays, den sogenannten Tabletops.